Chinas wird bei seinem langen Marsch zur Wirtschafts-Weltmacht Nummer eins nicht zu stoppen sein – das ist sicher. Ein erstes Etappenziel haben die Chinesen mittlerweile schon erreicht: Sie haben Deutschland als Exportweltmeister den Rang abgelaufen.
Deshalb ist es verständlich, dass immer mehr deutsche Unternehmen China zu ihrem wichtigsten Markt deklarieren. Ein aktuelles Beispiel dafür ist Volkswagen. Der Wolfsburger Autokonzern plant in China mittlerweile den Bau seiner fünften Produktionsstätte. Nach Medienberichten, sollen in dem neuen Werk einmal 200.000 Seat-Modelle vom Band rollen. Insgesamt will Volkswagen seinen Absatz in China bis zum Jahre 2018 von derzeit 1,4 auf 2 Millionen Fahrzeuge steigern. Großes Ziel der Wolfsburger: Toyota als Weltmarktführer bei den Autobauern ablösen.
Und für das Erreichen großer Ziele braucht jedes Unternehmen top-qualifizierte Führungskräfte. Das gilt für den chinesischen Markt im Besonderen. Sprachliche Kenntnisse reichen alleine nicht aus. Spezielles wirtschaftliches Wissen ist genauso erforderlich. An dieser Nahtstelle setzt das Schwerpunktstudium China Management, das im Rahmen des Studiengangs International Business Administration an der accadis Hochschule Bad Homburg angeboten wird, an. Dieses Schwerpunktstudium vermittelt neben einer fundierten Sprachausbildung alle relevanten Kenntnisse über Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur Chinas. Damit werden für die potenzielle Führungsnachwuchskräfte die erfolgreichen Grundlagen gelegt, um auf dem chinesischen Markt zu bestehen.
Wichtige Bestandteile des Schwerpunkt-Studiums China Management sind neben dem chinesischem Gesetzessystem auch die deutsch-chinesischen Außenhandelsbeziehungen. Die Themengebiete „Cultural Interaction“ und „China History and Regions“ runden das Studium ab.
Von den interkulturellen Beziehungen zwischen China und Deutschland profitierte übrigens im Jahre 1978 auch der damalige chinesische Maschinenbau-Minister, Zhou Zijian, als er im Mao-Anzug vor der Pförtner-Loge von Volkswagen in Wolfsburg auftauchte. Er hatte auf seiner Dienstreise durch Deutschland so viele VWs gesehen, dass er den Vorstand dieses Autoherstellers unbedingt kennenlernen wollte. Trotz seines revolutionären Outfits wies ihn der Pförtner nicht ab, sondern führte ihn direkt zum VW-Vorstand Werner Schmidt. Dieses Treffen erwies sich für beide als sehr zukunftsträchtig: VW wurde zu dem Joint-Venture-Partner der chinesischen Autoindustrie und der Rest ist bekanntlich Wirtschaftsgeschichte.